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Vor nunmehr 10 Jahren ist das Panorama Museum im nordthüringischen Bad Frankenhausen mit dem mehr als 1700 m² großen Monumentalbild
von Werner Tübke zur “Frühbürgerlichen Revolution” in Deutschland eröffnet worden. Genau ein Dezennium ist das in Deutschland vielleicht meistdiskutierte Bildwerk der
jüngsten Kunstgeschichte also der Öffentlichkeit zugänglich; mehr als 1,2 Millionen Besucher wurden bislang schon vor Ort registriert - und das Interesse scheint unvermindert
fortzubestehen. Das ist für ein Museum der vorliegenden Größenordnung, in dessen Zentrum “nur” ein einziges, wenn auch höchst bemerkenswertes Kunstwerk steht, keineswegs
selbstverständlich.
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1976 hatte der damals bereits international bekannte Leipziger Maler, Grafiker und Akademieprofessor Werner Tübke den Auftrag
erhalten, für das Frankenhäuser Panorama-Gebäude ein in den Dimensionen nahezu einmaliges Bildwerk zu schaffen, das den Epochenumbruch in der Zeit des Bauernkrieges zum Inhalt
haben sollte. Von 1979 bis 1981 entstand eine 1:10-Entwurfsfassung, die von 1983 bis zum Abschluss 1987 mit nur wenigen Ausnahmen punktgenau auf die originalgroße Leinwand
übertragen wurde. Aufgrund der gesellschaftlichen Bindung des Auftrages gab es jedoch schon während der Ausführung auch kritische Stimmen. Dass es dem Künstler dennoch
gelungen ist, unbeeindruckt vom Willen der staatlichen Auftraggeber und ohne jede Einschränkung seine eigene, ganz persönliche bildnerische Konzeption umzusetzen, galt
lange als unvorstellbar und offenbart doch erst den ganzen zeitüberdauernden Sinn dieser Malerei.
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